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“Technologieplattform: Akustoelektronische Mikrofluidik”

(innovative Sensor-Aktor-Systeme für die Biotechnologie, die Medizin und andere wissenschaftlich-technische Bereiche)

 

Die Prozessierung geringster Flüssigkeitsmengen steht im Blickpunkt des Projekts „Akustoelektronische Mikrofluidik“ (Laufzeit 2007 - 2012, Förderkennzeichen 03IP610). Hier werden gemeinsam mit Wirtschaftspartnern neue Technologie­plattformen für miniaturisierte Bauelemente in der Medizin und Biotechnologie auf den Weg gebracht. Die Initiative ist Teil des InnoProfile-Programms, mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lokale Bündnisse aus Unternehmen und Wissenschaft fördert, um das Wirtschaftswachstum der Region zu stärken.

 

Akustoelektronische Mikrofluidik als Kombination von Funktionsprinzipien und konstruktiven Lösungen der

Akustoelektronik:

Mikrofluidik:

Sensorik + Aktorik mit
Ultraschallwellen:
- Oberflächenwellen (SAW)
- Volumenwellen (BAW)
Bewegung, Steuerung, Analyse
fluider Medien in kleinster Menge
- fluide Systeme (Mikrokanäle),
- Grenzflächen Festkörper-Fluid,
- “Lab on a chip“

 

 

Was bedeutet eigentlich akustoelektronische Mikrofluidik?

Akustoelektronische Mikrofluidik ist ein junges Konzept, das zwei Technologien zusammenführen soll, die jede für sich genommen bereits etabliert sind und sich derzeit mit großer Dynamik entwickeln: die Akustoelektronik und die Mikrofluidik.

 

Unter Mikrofluidik versteht man die Handhabung kleinster Mengen von Flüssigkeiten und Gasen. Sie spielt eine zentrale Rolle in den Schlüsselgebieten der Mikrosystemtechnik wie z. B. in miniaturisierten Analysesystemen, Brennstoffzellen und Bioreaktoren. Verbreitet sind Anwendungen in der pharmazeutischen Industrie, der Umweltanalytik, der Prozesskontrolle und der Lebensmittelchemie.

 

Die Akustoelektronik nutzt akustische Oberflächenwellen (SAW), die auf piezoelektrischen Materialien angeregt werden und sich entlang der Festkörperoberfläche ausbreiten, für die Beeinflussung von elektronischen Funktionen in Festkörpern. In der Kommunikations­technik werden akustoelektronische Bauelemente verwendet, um Frequenzen zu selektieren oder Signale zu verzögern bzw. zu verstärken. Die Anwendungen der SAW-Bauelemente reichen von Frequenzfiltern in Fernsehgeräten und Fernbedienung über Mobil- und Schnurlostelefone bis hin zu Datenübertragung, Sensorik und Identifizierungs­technik.

 

Ziele:

  • Stärkung kompetenzprofilbestimmender KMU im Raum Dresden

  • neue Fachkräfte für Wissenschaft und Wirtschaft

 

 

 2010-InnoKMU.jpg

  

 

 Forschung in sechs Themengebieten

 

1. SAW - Aktorik:

  • SAW-induziertes „acoustic streaming“

    zum Pumpen & Mixen von Flüssigkeiten

  • Partikeltransport
 

 

 

2. Fluidsensorik:

  • smarte Transducer
  • Nanotiefensensorik
  • Arrays




QCM + SAW

 

 

3. Elektrische / Dielektrische Effekte:

  • Titrationen
  • SAW - Dielektrophorese
                                                   

 

 

4. Neue Materialien:

  • leistungsfähige Metallisierungen
  • Wandlerschichten, neue Kristalle
  • Funktionsschichten
 


 

 

5. Innovative Blutcharakterisierung:

  • Thrombelastographie
  • Thrombinnachweis
  • Einzelfaktorbestimmung



 

 

6. Biomolekülinteraktion:

  • markerfreie Biomolekülanalyse
  • Analyse und Manipulation von Biomembranen
 

 


 

 

Das InnoProfile-Projekt "Akustische Mikrofluidik" wird vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen von "Unternehmen Region", der Innovationsoffensive für die Neuen Länder, unter dem Kennzeichen 03IP610 gefördert. 

InnoProfile

Contact


 

Dr. Hagen Schmidt
IFW Dresden e.V.
'Magnetic and acoustic resonances' (Dept. 15)
Surface Dynamics Group
P.O.Box 270116
D-01171 Dresden, Germany
phone: ++49/351/4659 278
fax: ++49/351/4659 313
e-mail: h.schmidt + @ifw-dresden.de

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