Die Preisträger des IFW-Forschungspreises 2002 und des IFW-Doktorandenpreises 2002
Dresden 2003-02-13Der IFW-Forschungspreises 2002 wird an Dr. Jürgen Eckert und Dr.
Manfred Weihnacht für zwei gleichermaßen preiswürdige Leistungen
verliehen.
Dr. Jürgen Eckert leitet seit 1994 die Abteilung "Metastabile und
Nanostrukturierte Materialien" im IFW Dresden. Er hat eine
eindrucksvolle Reihe wichtiger und international stark beachteter
Ergebnisse erarbeitet. So hat er die grundlegenden Mechanismen bei der
Bildung metastabiler Phasen durch mechanisches Legieren untersucht und
aufgeklärt. Ein herausragendes Ergebnis war die weltweit erstmalige
Herstellung quasikristalliner Legierungspulver durch mechanisches
Legieren. Ein weiteres herausragendes Resultat seiner überaus
engagierten Arbeiten ist auch die erstmalige Herstellung kompakter
amorpher Metalllegierungen mit weitem Unterkühlungsbereich durch
mechanisches Legieren. Dabei gelang es ihm, sowohl neue
Legierungssysteme und Glasbildungsbereiche zu erschließen, als auch
eine fundierte Einsicht in Phasenbildung, Stabilität und
Umformverhalten dieser neuen Legierungen zu gewinnen.
Dr. Manfred Weihnacht hat persönlich und mit seiner konzentriert
geführten Arbeitsgruppe das Gebiet der Oberflächenwellenphysik mit
einer Vielzahl von überraschenden Entdeckungen und originellen
Entwürfen enorm belebt. In Zusammenarbeit mit Forschern aus der
Wirtschaft hat er herausragende wissenschaftliche Ergebnisse auf dem
Gebiet der akustischen Oberflächenwellen-Bauelemente erzielt und diese
für wirtschaftliche Nutzung als Hochfrequenzfilter umgesetzt. Seine
Arbeiten führten dazu, dass ein ostdeutscher Betrieb, der nach der
Wende mehr und mehr an Bedeutung verlor, zu einem interessanten und
florierenden Partner der amerikanischen Firma Vectron geworden ist.
Inzwischen nimmt dieser Betrieb weltweit einen vorderen Platz im
Bauelementebereich für Mobilfunk-Basisstationen ein, wobei 76 % der
Produkte auf Entwicklungen der Gruppe von Dr. Weihnacht zurückgehen.
Der IFW-Doktorandenpreis 2002 wird an Dr.-Ing. Michel Nganbe verliehen,
der seine Promotion auf dem Gebiet der dispersionsgehärteten
Nickelbasissuperlegierung PM3030 mit Auszeichnung abgeschlossen hatte.
Die Arbeit liefert einen bedeutenden Beitrag für die
pulvermetallurgische Herstellung derartiger Sonderwerkstoffe. Die
gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen insbesondere eine gezieltere und
damit kostengünstigere Herstellung.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Jahresempfanges des IFW am 24. Februar 2003 um 15 Uhr, Helmholtzstraße 20.
Weitere Informationen:
Petra Georgi, Tel. (0351) 4659 234