Forschung braucht Optimismus, Erfolge und Anerkennung
Erfolgsbilanz des zweitgrößten Leibniz-Institut anlässlich des Tages der offenen Tür am 10. Mai 2003
Dresden 2003-05-06Am 10. Mai 2003 öffnet das IFW Dresden zum 5. Mal seine Türen, um
interessierten Besuchern die tägliche Arbeit von Physikern, Chemikern,
Werkstoffwissenschaftlern und versierten Laboranten vorzustellen.
Dieses Ereignis ist Anlass auf die bisherigen Erfolge des Institutes
aufmerksam zu machen.
Seit der Neugründung des Institutes vor 11 Jahren kann das IFW Dresden
auf eine erfreulich positive Entwicklung zurückblicken. Sowohl bei den
naturwissenschaftlichen Grundlagen als auch bei den
Werkstoffentwicklungen erreichen die Arbeiten des IFW Dresden einen
hohen, international anerkannten Stand. Auf einigen Gebieten, zum
Beispiel bei den supraleitenden Dauermagneten, der Materialentwicklung
für hochfeste Spulendrähte, der Fulleren- und Nanoröhrenforschung
so-wie bei der Photoemissionsspektroskopie bestimmen Wissenschaftler
des Instituts den internationalen Stand mit.
Neben den Forschungsergebnissen zählen auch qualifizierte Köpfe zum
wichtigen Output des Instituts. Seit 1992 erhielten IFW-Mitarbeiter 19
mal Rufe auf Universitätsprofessuren. 13 davon waren C4-Rufe, darunter
an die Universität Amsterdam, an die University of British Columbia,
Vancouver und die Chinesische Akademie der Wissenschaften in Peking. Im
Jahr 2002 legte zudem der 100. Doktorand des IFW Dresden seine
Promotionsprüfung ab. Auch in der Berufsausbildung engagiert sich das
IFW Dresden erfolgreich, was sich nicht nur in der Zahl der
Ausbildungsverträge (derzeit ca. 20) ausdrückt, sondern auch in den
guten Abschlüssen und damit ver-bundenen Einstiegsperspektiven der
jungen Facharbeiter und Kaufleute.
Jedoch auch der Blick nach vorn lässt zukünftige Erfolge erahnen. Im
Sommer letzten Jahres befand der Wissenschaftsrat das Dresdner
Hochfeldlabor als -ohne Vorbehalt förderungswürdig-, an dessen
Konzipierung das IFW Dresden entscheidend mitgewirkt hat. Die
Förderzusage des BMBF und des Landes Sachsen ließen nicht lange auf
sich warten und somit wird im Mai diesen Jahres die Grundsteinlegung
zum Bau des Labors im Forschungszentrum Rossendorf erfolgen. Zu den
Vorarbeiten zum Dresdner Hochfeldlabor gehört neben der Planung und
Projektierung der Gebäude auch die Entwicklung geeigneter
Spulenmaterialien zur Erzeugung der hohen Felder (bis 100 Tesla
Feldstärke). An dieser Problemstellung arbeiten im IFW Dresden ca. 10
Mitarbeiter. Neben der Herstellung der hochfesten und hochleitfähigen
Drähte für Spulen werden diese Drähte im hauseigenen 60 Tesla-Labor
getestet und optimiert.
Mit dem Betrieb dieses Labors durch das Forschungszentrum Rossendorf,
das IFW Dresden, der TU Dresden und die Max-Planck-Institute für Physik
komplexer Systeme und Chemische Physik fester Stoffe wird Dresden seine
Position als Wissenschaftsstandort in den neuen Bundesländern weiter
ausbauen und festigen.
Das IFW Dresden ist ein von Bund und Ländern gemeinsam finanziertes
Forschungsinstitut, in dem naturwissenschaftlich fundierte
Materialforschung betrieben wird. Mit über 400 Mitarbeitern gehört es
zu den größten Leibniz-Instituten.
Weitere Informationen:
Petra Georgi
IFW Dresden
Forschungsförderung
Telefon (0351) 4659 770
Fax (0351) 4659 481
e-mail: p.georgi@ifw-dresden.de