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Jüdisch-Spanische Motive im IFW Dresden

Eine Ausstellung mit Bildern der jüdischen Malerin Irina Chipovski wird am 26. September 2005 um 17 Uhr im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW), Helmholtzstr. 20, eröffnet.

Dresden 2005-09-22

Irina Chipovski, 1964 in Moskau geboren, ist eine äußerst vielseitige Künstlerin, die im Jahr 1998 nach Deutschland gekommen ist. Sie studierte an der Staatlichen Moskauer Kunsthochschule und arbeitete später als Zeichenlehrerin, Grafikerin und Kunstmalerin wie auch als Tanzlehrerin für jüdische Volkstänze und Flamenco. Sie ist Mitglied des Moskauer und des Deutschen Künstlerbundes, sowie der Jüdischen Gemeinde zu Dresden.
Die Ausstellung von Gemälden und graphischen Arbeiten von Irina Chipovski im IFW Dresden trägt den Titel „Nigun und Soleá“, was einerseits für Verknüpfung von jüdischen und spanischen Inhalten steht und andererseits den poetisch-musischen Charakter der Bilder von Irina Chipovski unterstreicht. Beide Begriffe stehen symbolisch für Melodie. Nigun ist ein facettenreicher Begriff in der jüdischen Tradition, der je nach Zusammenhang eine Melodie, einen silbenlosen Gesang in der Synagoge oder ein chassidisches Gebetslied bezeichnen kann. Er steht hier für die jüdischen Themen, die Irina Chipovski in ihren Bildern verarbeitet. Der zweite Bestandteil des Titels, Soleá, ist die spanische Bezeichnung eines Flamencotanzes bzw. eines tiefen Gesangs. Soleá steht für die enge Verbundenheit der Künstlerin mit der spanischen Poesie und Kultur, die unverkennbar in den Bildern zum Ausdruck kommt. In den Bildern von Irina Chipovski verbinden sich jüdische Traditionen und Geschichten mit der spanischen Vergangenheit und Poesie.
Irina Chipovsi ist auch als Illustratorin bekannt. So erschien 2004 das Buch von Walter Kaufmann „Die Welt des Markus Epstein“ mit 21 Illustrationen von Irina Chipovski. Einige Graphiken und Illustrationen sind auch Bestandteil der Ausstellung im IFW Dresden.
Zur Ausstellungseröffnung am 26.9.2005 wird Irina Chipovski anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Klezmermusik von Detlef Hutschenreuter wird den passenden musikalischen Rahmen für die Ausstellungseröffnung bilden. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Ausstellung „Nigun und Soleá“ von Irina Chipovski
26. September 2005 bis 10. Januar 2006
im Leibniz-Institut IFW Dresden Helmholtzstraße 20, Foyer im 2. Obergeschoss
Geöffnet: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Vernissage: 26.9.2005, 17 Uhr

Weitere Auskünfte
Nadja Röder
IFW Dresden
Tel.: 0351 / 46 59 366
Email: n.roeder@ifw-dresden.de
Kontakt

Dr. Carola Langer
IFW Dresden
Helmholtzstraße 20
01069 Dresden
Tel. (0351) 4659 234
Fax (0351) 4659 500