BioMAT: Direktdruck von Biomaterialien (Biodruck) mittels Mikroakustischer Aerosoljet-Technologie

Für die drucktechnische Herstellung von Biochips, künstlichen Geweben, Organs-on-a-Chip oder perspektivisch sogar kompletten Organen müssen, ähnlich dem konventionellen 3D-Druck, schichtweise organische, biologisch funktionelle Strukturen und Materialien abgeschieden werden, um so Zellverbünde, Gewebematrizen, und Stützstrukturen gezielt zu erzeugen. Aus Mangel an Alternativen werden dafür immer noch klassische additive Fertigungsverfahren wie Inkjet Printing, extrusionsbasierte Abscheidung oder Fotopolymerisation eingesetzt, die jedoch erhebliche Einschränkungen bei der Strukturauflösung, bei der Nutzung hochviskoser Biotinten sowie durch die hohe Komplexität und schwierige Handhabbarkeit der Geräte mit sich bringen. 

Das am Leibniz IFW Dresden entwickelte akustische Aersosoljet-Printing ist eine innovative Drucktechnologie, die die Limitationen bisheriger Druckmethoden für den Biodruck überwinden kann. Dabei wird die zu druckende Flüssigkeit in einen mikroakustischen Aerosolchip eingeleitet, wo sie durch die Interaktion mit hochfrequenten Schallwellen in winzige, mikrometergroße Tröpfchen zerstäubt wird. Das auf diese Weise generierte Aerosol wird anschließend durch einen Gasstrom fokussiert, ausgetragen und auf einer Zieloberfläche abgeschieden. Im Projekt BioMAT soll die neue Aersosoljet-Technologie des IFW Dresden für die Nutzung mit biologischen Materialien wie Biopolymeren, Hydrogelen oder Zellsuspensionen optimiert werden, damit diese zuverlässig abgeschieden und die Technologie für den Biodruck nutzbar gemacht werden kann. 

Kontakt IFW Dresden / SAWLab Saxony

Dr. Andreas Winkler

Projektleiter

Raum:     B  2E.10
Tel:   +49 351 4659 575

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