Der beleuchtete Innenhof des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung - IFW Dresden.


Georg-Sachs-Preis 2026 für Konrad Kosiba

IFW-Wissenschaftler von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde ausgezeichnet.

Dr.-Ing. Konrad Kosiba vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW Dresden) wurde mit dem Georg-Sachs-Preis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) ausgezeichnet. Die Fachgesellschaft würdigt damit seine herausragenden Forschungsarbeiten zur additiven Fertigung metallischer Werkstoffe und deren Anwendung in der industriellen Praxis.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des DGM-Tages 2026 in Darmstadt statt. Mit dem Georg-Sachs-Preis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik aus.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten von Konrad Kosiba stehen die Weiterentwicklung metallischer Werkstoffe für die additive Fertigung sowie der Einsatz maschineller Lernverfahren zur Optimierung von Fertigungsprozessen.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist das pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen, ein 3D-Druckverfahren, bei dem metallisches Pulver mithilfe eines Lasers schichtweise zu komplexen Bauteilen verarbeitet wird. Durch den Einsatz maschinellen Lernens untersucht Dr. Kosiba, wie sich Fertigungsprozesse gezielt steuern und die Eigenschaften der hergestellten Werkstoffe verbessern lassen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Legierungskonzepte für hochbeanspruchte Werkzeugstähle. Dabei untersucht er insbesondere die Zusammenhänge zwischen Herstellungsprozess, innerer Werkstoffstruktur und den daraus resultierenden Materialeigenschaften. Moderne Untersuchungsmethoden, darunter Synchrotronanalysen, ermöglichen es, innere Spannungen in den Werkstoffen genauer zu erfassen und Ansätze für deren Optimierung abzuleiten.

Die DGM hebt insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung hervor. Fünf Patente unterstreichen das Anwendungspotenzial seiner Arbeiten. Mit seinen Forschungsergebnissen trägt Konrad Kosiba dazu bei, datenbasierte Methoden für die industrielle Fertigung nutzbar zu machen und die additive Fertigung metallischer Werkstoffe weiterzuentwickeln.

Weiterführende Informationen:
Georg-Sachs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde
Forschungsarbeiten zum maschinellen Lernen für die Werkstoffentwicklung am IFW Dresden

Kontakt
Dr.-Ing. Konrad Kosiba
k.kosiba@ifw-dresden.de

Medienkontakt
Patricia Bäuchler
p.baeuchler@ifw-dresden.de

Dr.-Ing. Konrad Kosiba steht mit Medaille und Urkunde des Georg-Sachs-Preises 2026 zwischen zwei Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde auf der Bühne.

Dr.-Ing. Konrad Kosiba (Mitte) bei der Verleihung des Georg-Sachs-Preises 2026 im Rahmen des DGM-Tages in Darmstadt. Foto: DGM