Am 1. Januar 2026 startet das neue europäische Doktorandennetzwerk „MGICIAN“. Das Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe durch die Marie-Skłodowska-Curie Actions (MSCA) gefördert und bringt führende Partner aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um die Weiterentwicklung nachhaltiger Technologien zur Festkörperkühlung voranzutreiben.
Von der Materialentwicklung zur Anwendung: Tellur-freie Magnesium-basierte Thermoelektrika
Unter dem vollständigen Projekttitel „MaGnesium Alloys for effICient solId stAte cooliNg“ fokussiert MGICIAN gezielt die Entwicklung tellurfreier, magnesiumbasierter thermoelektrischer Materialien für umweltfreundliche und energieeffiziente Festkörperkühlung. Damit möchte das Netzwerk einen direkten Beitrag zu den Klima- und Nachhaltigkeitszielen der Europäischen Union leisten.
Das Vorhaben wird vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW Dresden) koordiniert und ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt von insgesamt 19 akademischen und industriellen Partnereinrichtungen. Die interdisziplinäre und sektorübergreifende Zusammenarbeit schafft optimale Bedingungen, um Grundlagenforschung und anwendungsnahe Entwicklung eng miteinander zu verbinden.
Nachwuchsförderung für den Fachbereich
Im Zentrum von MGICIAN steht die Qualifizierung von 15 Doktorand*innen (Doctoral Candidates) für den spezialisierten Fachbereich. Das geplante Ausbildungsprogramm verbindet exzellente Forschung mit einem breit angelegten Trainingsangebot in Schlüsselbereichen der Festkörperkühlung:
- Advanced materials design (fortgeschrittene Materialentwicklung)
- Interface engineering (Grenzflächen- und Kontaktierungskonzepte)
- Module fabrication (Herstellung thermoelektrischer Module)
- System-level integration (Integration in Demonstratoren und Anwendungen)
Durch die enge Einbindung industrieller Partner erhalten die Doktorand*innen zudem Einblicke in Entwicklungsprozesse und die wirtschaftlichen Anforderungen zukünftiger Technologien.
Das erste Projekttreffen und offizielle Kick-off Meeting findet am 22.–23. Januar 2026 im IFW Dresden statt. Ziel dieses Zusammentreffens ist es, die wissenschaftlichen Schwerpunkte und Arbeitsstrategien zu konkretisieren, die Gewinnung geeigneter Doktorand*innen vorzubereiten sowie Organisation, Trainingsstruktur, Kommunikationsmaßnahmen und Open-Science-/Datenmanagementprozesse für das Netzwerk zu planen.
Projektförderung
Dieses Projekt wird gefördert durch das Horizon Europe Framework Programme im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie Doctoral Networks (Grant Agreement GA-101227508).
Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2029.
Kontakt
Prof. Dr. Kornelius Nielsch
Koordination
Mail: k.nielsch[at]ifw-dresden.de
Telefon: +49 (0) 351 - 4659 104
Dr. Jamil Ur Rahman
Projektmanagement
Mail: j.u.rahman[at]ifw-dresden.de
Telefon: +49 (0) 351 – 4659 612
Medienkontakt
Patricia Bäuchler
Wissenschaftkommunikation
Mail: p.baeuchler[at]ifw-dresden.de
Telefon: +49 (0) 351 – 4659 249







